Cybersicherheit: Schutz, Innovation und Resilienz im digitalen Zeitalter
Die Cybersicherheit war 2025 mehr denn je eine zentrale Frage bei der Nutzung von digitalen Anwendungen. Die FINMA beobachtete eine erhöhte Anzahl an sogenannten Spear-Phishing-Attacken (gezielte Form von Phishing auf Personen), der sie aktiv begegnete. Die aufgrund der geopolitischen Lage verschärften Sicherheitsmassnahmen halfen derweil, Angriffe im Bereich von DDoS (Distributed Denial of Service) erfolgreich abzuwehren.
Neben aktuellen Entwicklungen ist es die zunehmende Vernetzung von Geräten, Systemen und Menschen, die zwar Chancen eröffnet, aber auch komplexer werdende Risiken mit sich bringt. Cyberangriffe erfolgen immer raffinierter und zielgerichteter, und der Schutz sensibler Daten und Infrastrukturen erfordert höchste Priorität. Auch Angreifer nutzen neue Technologien und verfeinern ihre Methoden.
Die FINMA verfolgt eine ganzheitliche Cyberstrategie, die auf anerkannten Standards basiert. Das Cyberdispositiv wird regelmässig der aktuellen Bedrohungslage angepasst und auf seine Wirksamkeit getestet. Die FINMA schützte so erfolgreich ihre Infrastrukturen und stellte die Integrität, die Vertraulichkeit sowie die Verfügbarkeit der Systeme und Daten sicher.
Eine wichtige und intensivierte Schutzmassnahme im Jahr 2025 war die kontinuierliche Mitigation von Risiken im Zusammenhang mit Software- oder Systemschwachstellen. Die FINMA setzte auch stark auf die Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Der Mensch spielt bei Cyberattacken sogar eine zentrale Rolle. Die FINMA führte regelmässige Awareness-Aktivitäten sowie freiwillige und obligatorische Schulungen im Bereich der Cybersicherheit durch. Sie nutzte dazu moderne Hilfsmittel und realistische Simulationen, ebenso wie Informationsveranstaltungen mit internen und externen Fachpersonen. Die FINMA arbeitete eng mit dem Bundesamt für Cybersicherheit, den Beaufsichtigten, spezialisierten
Cybersicherheitspartnern und anderen relevanten Institutionen zusammen.
Neue Photovoltaikanlage auf dem Bürogebäude in Bern
2024 wurden die Dachflächen auf dem Hauptgebäude der FINMA in Bern durch die Liegenschaftsbesitzerin komplett saniert. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) zur Erzeugung von elektrischer Energie installiert. Dabei konnten Synergien im Zusammenhang mit der Dachsanierung erzielt werden. Die Installation der Anlage half, die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern.
Auf den Dachflächen des Gebäudes konnten rund 230 PV-Module installiert werden (Gründach mit hoher Aufständerung). Die Ost-West-Ausrichtung des Dachs ist ideal für eine PV-Anlage. Der Strom-bezug aus dem Netz konnte um rund 100 000 kWh reduziert werden. Die FINMA nutzte 94 Prozent der gesamten Solarstromproduktion selbst, der Rest wurde ins Netz eingespeist. So konnte die FINMA ihre Energiekosten massgeblich reduzieren. Die erfolgreiche Nutzung dieser PV-Anlage zeigt, wie sich bestehende Gebäude durch innovative Massnahmen effizient modernisieren lassen und wie die FINMA damit einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leisten kann.
Positive Entwicklung der Umweltkennzahlen
Im Berichtsjahr konnte die FINMA den Treibhausgasausstoss in Tonnen CO2-Äquivalenten pro Vollzeitstelle (FTE) senken. Dies, nachdem dieser Wert in den vorhergehenden Jahren jeweils gestiegen war. Verantwortlich dafür waren einerseits der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen, aber auch Skaleneffekte aufgrund der gestiegenen Zahl an Mitarbeitenden.
Verschiedene Umweltkennzahlen entwickelten sich positiv. Im Bereich «Saubere Energie und Gebäude» verbesserte die FINMA ihre Energieeffizienz weiter. In Bern konnte der Bezug von Netzstrom dank der PV-Anlage reduziert werden. Der in der Summe gestiegene Gesamtstromverbrauch ist auf die höhere Zahl an Mitarbeitenden zurückzuführen. Der Wärmeverbrauch blieb volatil, er hängt nicht zuletzt von der Zahl der Tage ab, an denen geheizt werden muss. Im vergangenen Jahr stieg der Wärmeverbrauch in Bern leicht; in Zürich war er auch dank besserem Handling der Thermostate rückläufig.
Beim Verbrauch von (Kopier-)Papier pro Vollzeitstelle (FTE) zeigten die verschiedenen Digitalisierungsbemühungen und der Abbau der analogen Dienstleistungen Erfolge. Pro FTE wurden im gesamten Jahr geringe 3,4 kg Papier – entsprechend rund 700 Blatt – verbraucht. Auch für das Verpflegungsangebot wurden Kennzahlen zur Nachhaltigkeit erhoben. Diese Zahlen halfen, Massnahmen zur Optimierung des Angebots sowie zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks bei der Verpflegung festzulegen.