Personal

Die FINMA setzt auf eine nachhaltige Personalpolitik und orientiert sich dabei an den Prinzipien der Wirtschaftlichkeit, der Langfristigkeit und der Transparenz. Das Jahr 2025 stand im Zeichen eines Ausbaus der Kapazitäten, insbesondere zur vermehrten Durchführung von Vor-Ort-Kontrollen und zu einer vertieften Risikoanalyse.

In der FINMA arbeiten Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Sie sind die wichtigste Kraft für eine wirksame und zukunftsorientierte Finanzmarktaufsicht. Mit ihrem Engagement und ihrer Professionalität tragen sie zur effektiven Erfüllung des gesetzlichen Auftrages der FINMA bei, die Kundinnen und Kunden sowie die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte zu schützen. 2025 baute die FINMA ihre Kapazitäten gezielt aus und legte einen besonderen Fokus auf die aktive Förderung von Talenten, mit dem Ziel, ihre aufsichtsrechtliche Effektivität konsistent mit ihrem Mandat weiterzuentwickeln.

Personalkennzahlen und -aufbau

Die Personalpolitik der FINMA verbindet wirtschaftliche Effizienz mit einem klaren Bekenntnis zu Transparenz, Chancengleichheit und individueller Weiterentwicklung. Die FINMA pflegt ein Arbeitsumfeld, in dem Engagement, Zusammenarbeit und kontinuierliches Lernen gefördert und gelebt werden. So entstehen motivierte, kompetente Teams – und ein Arbeitsplatz, der durch gemeinsame Werte und hohe Zufriedenheit überzeugt.

Vertiefte und vorausschauende Aufsicht erfordert mehr Personal

Die FINMA verstärkte auch 2025 punktuell ihre vertiefte und frühzeitige Aufsicht über den Finanzmarkt, was zu einem Ausbau der personellen Ressourcen geführt hat. Der zusätzliche Personalbedarf erstreckte sich über mehrere Fachbereiche und Querschnittsfunktionen.

Die FINMA erhöhte per Anfang 2025 ihren Stellenplafond um 121,1 unbefristete Vollzeitstellen (Full-time equivalent [FTE]) auf 734,7 (Vorjahr: 613,6). Bis Ende des Berichtsjahres wurden diese zusätzlichen Stellen grösstenteils besetzt. Damit beschäftigte die FINMA 2025 in befristeten und unbefristeten Anstellungsverhältnissen durchschnittlich 698 FTE (Vorjahr: 634). Rund 27 Prozent des Personals (Vorjahr: 26) arbeiteten Teilzeit in einem Beschäftigungsgrad von weniger als 90 Prozent.

 

Der Stellenplafond wurde erhöht, um zentrale Transformationsvorhaben innerhalb der Organisation, insbesondere im Bereich der vertieften und effektiveren Durchsetzung der Aufsicht in den Bereichen Banken, Versicherungen und Asset Management, wirksam voranzutreiben. Es wurden unter anderem Kapazitäten aufgebaut, um vermehrt Vor-Ort-Kontrollen durchführen zu können. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2025 Stellen besetzt, die noch infolge der Massnahmen nach der CS-Krise bewilligt worden waren.

Die FINMA strebt im Rahmen ihrer Personalstrategie eine mittelfristige durchschnittliche Sollfluktuationsrate von 6 Prozent bis 10 Prozent an. Die Rate liegt bewusst höher als in der allgemeinen Bundes- oder öffentlichen Verwaltung. Dies gewährleistet den gezielten Zufluss von aktuellem Know-how aus der Finanzindustrie und von neuen Arbeitsweisen. Gleichzeitig eröffnet es den bestehenden Mitarbeitenden neue Perspektiven und Chancen, innerhalb der FINMA ihre Aufgaben zu erweitern oder neue Herausforderungen anzunehmen.

Fluktuation im angestrebten Zielband

2025 lag die Fluktuationsrate mit 6,8 Prozent (Vorjahr: 6,1) innerhalb des vorgesehenen Zielbands. Zusätzlich wurden 0,1 Prozent (Vorjahr: 0,8) des Personalbestandes ordentlich pensioniert. 52 Prozent (Vorjahr: 49) der Fach- und Führungskaderstellen konnten FINMA-intern besetzt werden. Im Rahmen der Talentförderung und der Nachfolgeplanung war dabei in vielen Fällen eine Besetzung über die Abteilungs- und Geschäftsbereichsgrenzen hinweg möglich. Zur Förderung des Wissensaustausches wurden zudem zwei interne Secondments und vier Secondments ausserhalb der FINMA durchgeführt. 

Frauenanteil im Personalbestand unverändert bei 43,1 Prozent

Auch bei der Gender Diversity strebt die FINMA ein hohes Niveau an. 29,1 Prozent (Vorjahr: 29,5) aller Kaderfunktionen waren von Frauen besetzt; der Frauenanteil im Personalbestand lag wie im Vorjahr bei 43,1 Prozent. Die FINMA setzt sich engagiert dafür ein, auf allen Kaderstufen eine nachhaltige und ausgewogene Geschlechtervielfalt zu erreichen. Der Fokus beim Personalaufbau lag 2025 auf technisch-naturwissenschaftlichen Profilen, die traditionell eine geringe Frauenquote aufweisen. In Kombination mit der angespannten Lage am Arbeitsmarkt und dem Fachkräftemangel bleibt es herausfordernd, die gesetzten Gender-Diversity-Ziele bis 2026 zu erreichen.

Umgang mit Veränderung

Die Reorganisation und die organisatorische Neuausrichtung der FINMA sind auch mit Veränderungen für die Mitarbeitenden einhergegangen. Um den Veränderungsprozess zu begleiten, lancierte die FINMA Massnahmen zur Befähigung im Umgang mit Veränderungen für Mitarbeitende und Führungskräfte, zur Begleitung von ganzen Teams sowie zur Partizipation am Veränderungsprozess. Die Massnahmen umfassten:

  • Workshops für Mitarbeitende und Führungskräfte zum «Umgang mit Veränderung» sowie Teamentwicklungs-Workshops
  • Diverse Veranstaltungsformate für Mitarbeitende und Führungskräfte zur Vertiefung und Reflexion im Rahmen der Reorganisation
  • Mitwirkungsmöglichkeit als Change-Ambassadoren und in Projekt-Workstreams
  • FINMA-weite Pulsbefragungen

FINMA-weite Pulsbefragungen zur Transformation

Mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden nahm an den drei FINMA-weiten Pulsbefragungen teil. Die in grösseren Abständen erhobenen anonymisierten Befragungsergebnisse und die zahlreichen offenen Kommentare gaben den Verantwortlichen wertvolle Hinweise, wo Bedarf an Optimierungsmassnahmen bestand. Ein für das Befinden der Mitarbeitenden zentraler Wert war die Arbeitszufriedenheit. 87 von 100 Mitarbeitenden stimmten der Aussage «Alles in allem kann ich sagen, dies hier ist ein sehr guter Arbeitsplatz» zu. Die allgemeine Arbeitszufriedenheit der FINMA-Mitarbeitenden ist erneut höher als der Benchmark von Best Large Workplaces Schweiz 2025. Dank der Pulsbefragungen konnten Verbesserungen umgesetzt werden. So flossen Inputs der Mitarbeitenden in den FINMA-Kadertag für die Weiterentwicklung von Führungsverständnis und Führungskultur ein.