Marktentwicklung im Asset Management

Unter den bewilligten Instituten im Asset Management ist die grösste Gruppe, die der Verwalter von Kollektivvermögen, erneut gewachsen.

Robuster Schweizer Fondsmarkt trotz geopolitischer Unsicherheiten und wechselhafter Märkte

Im von geopolitischen Unsicherheiten und wechselhaften Märkten geprägten Jahr 2025 zeigte sich der Schweizer Fondsmarkt insgesamt robust. Die anhaltend tiefe Inflation und weitere Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sorgten für ein freundliches Anlageumfeld, auch wenn die Volatilität an den internationalen Börsen zeitweise zu Zurückhaltung bei den Anlegerinnen und Anlegern führte. Die positive Entwicklung der Aktienmärkte trug massgeblich zum Wachstum der Fondsvermögen bei, während die Nachfrage nach innovativen und alternativen Produkten weiterhin verhalten blieb. Die Marktkonzentration im Asset Management nahm weiter zu: Die zehn grössten Anbieter verwalten inzwischen über 50 Prozent des Schweizer Fondsvermögens. Gleichzeitig gewannen kleinere und spezialisierte Anbieter an Bedeutung. Im Immobiliensegment setzte sich der Trend zu Kapitalerhöhungen fort, und die Attraktivität von Wohnimmobilien und erstklassigen Gewerbeliegenschaften blieb dank tiefer Zinsen hoch. Dies spiegelte sich in steigenden Transaktionspreisen bzw. Bewertungen wider. Die Aufschläge (Agios) bei der Ausgabe von an der Börse gehandelten Immobilienfonds mit direkten Investitionen in Immobilien betrugen per Ende 2025 durchschnittlich 37,5 Prozent, bei einzelnen Fonds sogar wieder über 50 Prozent.

Mit 1474 Milliarden Franken erreichte das Nettovermögen aller schweizerischen offenen kollektiven Kapitalanlagen per Ende des dritten Quartals 2025 einen neuen Höchststand, der im Wesentlichen auf steigende Anlagewerte zurückzuführen ist. Der Neugeldzufluss blieb mit 49 Milliarden Franken auf moderatem Niveau.

 

Zahlen zum Fondsbestand mit Markteintritten und Marktaustritten

Die Anzahl der FINMA-genehmigten kollektiven Kapitalanlagen blieb per Ende 2025 mit 1984 schweizerischen und 8611 ausländischen Fonds relativ stabil. Bei den Schweizer Fonds blieb die Kategorie «Übrige Fonds für traditionelle Anlagen» die häufigste Fondsart.

Dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) wurden zudem 37 Limited Qualified Investor Funds (L-QIF) gemeldet. L-QIF sind nicht bewilligungspflichtige und nicht beaufsichtigte Fonds, die nur qualifizierten Anlegerinnen und Anlegern offenstehen.

 

Stand der Bewilligungen bei den Vermögensverwaltern und Trustees

Gewerbsmässig tätige Vermögensverwalter und Trustees sind seit Anfang 2020 bewilligungspflichtig. In den sechs Jahren seit Einführung der Bewilligungspflicht hat die FINMA 1921 Bewilligungsgesuche erhalten, hiervon 61 im Jahr 2025. Insgesamt erteilte die FINMA bis Ende 2025 1664 Vermögensverwaltern und Trustees eine Bewilligung, wobei 97 von ihnen bereits wieder aus der Aufsicht ausgeschieden sind. 148 Institute zogen ihr eingereichtes Bewilligungsgesuch während des Bewilligungsverfahrens zurück. 

Von den 109 Gesuchen «in Prüfung» geht rund die Hälfte auf die Übergangsphase von Anfang 2020 bis Ende 2022 zurück, als nach Einführung der Bewilligungspflicht alle bereits aktiven Institute ein Bewilligungsgesuch einreichen mussten. In diesen ersten drei Jahren gingen insgesamt 1699 Gesuche bei der FINMA ein. Etwa drei Prozent davon sind noch hängig. Diese Gesuche zeichnen sich zumeist durch ihre Komplexität, schleppende Rückmeldungen der Gesuchstellenden und/oder vertiefte Abklärungen betreffend Gewähr der leitenden Personen aus.

Des Weiteren gingen in den drei Jahren seit Ablauf der Übergangsfrist 4752 Änderungsgesuche von Vermögensverwaltern und Trustees bei der FINMA und den Aufsichtsorganisationen ein. Die Änderungsgesuche betrafen hauptsächlich Änderungen bei Gewährsträgern und an den Organisationsdokumenten. Die Anzahl Änderungsgesuche blieb mit etwa 150 Gesuchen pro Monat konstant hoch.