Marktentwicklung bei den Banken und Wertpapierhäusern

Die Lage der durch die FINMA beaufsichtigten Institute erwies sich auch 2025 trotz der Herausforderungen als stabil. Die FINMA übte in diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld eine verstärkte Aufsicht aus und stützte so die Stabilität des Finanzmarktes. Sie beaufsichtigte die Finanzmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer risikoorientiert und proportional.

Die Profitabilität der Schweizer Banken ist trotz des Gegenwinds im Zinsengeschäft stabil geblieben. Die Retail- sowie die Vermögensverwaltungsbanken konnten den Rückgang im Zinserfolg im Jahr 2024 durch eine Steigerung des Kommissionserfolgs und des Handelserfolgs insgesamt nahezu ausgleichen. Die Halbjahresabschlüsse 2025 zeigten kein einheitliches Bild. Die Profitabilität stieg im ersten Halbjahr bei einigen Banken, während sie bei anderen zurückging.

Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2023 konnten die Vermögensverwaltungsbanken die verwalteten Vermögen 2024 erneut steigern. Dies dank der positiven Entwicklung der Aktienmärkte und leicht positiver Nettozuflüsse. Dies wirkte sich positiv auf das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aus. Die genannten Trends setzten sich im ersten Halbjahr 2025 fort. Die Wertpapierhäuser konnten 2024 insbesondere aufgrund der guten Kommissions- und Handelsergebnisse ihren Bruttoertrag insgesamt steigern. Weil der Geschäftsaufwand aber stärker als der Bruttoerfolg stieg, verschlechterte sich das Aufwand-Ertrags-Verhältnis leicht.

Das Wachstum der Kundenausleihungen legte im Jahr 2024 bei den Retailbanken nach einer Abschwächung im Jahr 2023 wieder zu. Das Wachstum der Hypothekarforderungen erhöhte sich im Jahr 2024 geringfügig gegenüber dem Jahr 2023, blieb aber deutlich hinter der Wachstumsrate von 2022 zurück. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen über alle Bankenkategorien hinweg Finanzanlagen, Hypothekarforderungen und flüssige Mittel moderat, während Forderungen gegenüber Banken und Kunden sowie Handelsbestände teils deutlich zurückgingen.

Neubewilligungen und Marktaustritte bei Banken und Wertpapierhäusern

Wie in den Vorjahren wurden der FINMA viele Bewilligungsprojekte zur Vorprüfung eingereicht. Die Projektverantwortlichen erhielten so rasch eine Ersteinschätzung über die Bewilligungsfähigkeit. Zudem fand eine zunehmende Marktkonsolidierung statt, die sich in einer vergleichsweise hohen Anzahl von Mergers-&-Acquisitions-Transaktionen (M&A-Transaktionen) zeigte. Dabei übernahmen meist Banken der Aufsichtskategorie 3 kleine Institute der Aufsichtskategorien 4 und 5 aus den Bereichen Private Banking und Wealth Management. M&A-Transaktionen unterliegen in aller Regel einer vorgängigen Bewilligungspflicht durch die FINMA, die darum früh in den Prozess einzubeziehen ist.

2025 bewilligte die FINMA ein inhabergeführtes Wertpapierhaus in der Form eines Kundenhändlers und eine Zweigniederlassung einer ausländischen Bank. Beim Wertpapierhaus handelt es sich um einen von der FINMA bewilligten Vermögensverwalter, der die zuvor ausgelagerte Depotbanktätigkeit in sein rein digitales Angebot für Schweizer Retailkundinnen und -kunden integrierte. Die neu bewilligte Zweigniederlassung resultierte aus einem Umstrukturierungsprojekt einer französischen Bankengruppe.