Marktentwicklung bei den Versicherern

Der Versicherungsmarkt wurde 2025 von zwei Grossereignissen geprägt: vom Felssturz in Blatten und von der Fusion der Baloise Holding AG mit der Helvetia Holding AG.

Mit der Fusion der Baloise Holding AG und der Helvetia Holding AG entstand am 5. Dezember 2025 eine Versicherungsgruppe mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent über alle Geschäftsbereiche hinweg.

Schadenversicherer mit insgesamt profitablem Geschäft

Am 28. Mai 2025 wurde das Dorf Blatten im Kanton Wallis von einem schweren Felssturz verschüttet. Dies führte gemäss einer ersten Schätzung zu versicherten Schäden von rund 320 Millionen Franken inklusive zum Beispiel Schäden aus Betriebsunterbrüchen. Damit war die Schadenbelastung durch Naturereignisse im Jahr 2025 trotz des Ausbleibens von grösseren Hagel- und Hochwasserschäden überdurchschnittlich hoch.

Insgesamt blieb das Schadenversicherungsgeschäft aber profitabel, und das Prämienvolumen nahm erneut leicht zu. 

Weniger gebuchte Bruttoprämien bei den Lebensversicherern

Gemäss den zuletzt ausgewerteten Zahlen (vgl. den Bericht über den Versicherungsmarkt 2024 vom September 2025) sanken die gebuchten Bruttoprämien der Lebensversicherer im Jahr 2024 um 8,4 Prozent. Ein grosser Lebensversicherer übertrug das Geschäft einer Zweigniederlassung im Ausland an eine Tochtergesellschaft im gleichen Land, dies allein liess die gebuchten Bruttoprämien um 4,9 Prozent nachgeben. Die Marktanteile an den Prämien blieben weitgehend stabil, wobei Swiss Life als grösstes Lebensversicherungsunternehmen ihren Anteil um 0,2 Prozentpunkte auf 41,0 Prozent erhöhen konnte. Die Bilanzsumme der Lebensversicherer reduzierte sich um 5,8 Prozent. Der Gewinn auf Kapitalanlagen stieg dagegen um 15,2 Prozent und der Jahresgewinn aller Lebensversicherer in der Summe um 21,7 Prozent.

Rückversicherer mit unterdurchschnittlichem Aufwand für versicherte Schäden aus Naturgefahren

Im Bereich der Rückversicherung für Naturkatastrophen stiegen die Prämiensätze in den vergangenen Jahren, und die Marktbedingungen für die Rückversicherungen verbesserten sich. Im Verlauf von 2025 wurde bei den Erneuerungen der Rückversicherungsverträge jedoch eine Abschwächung beobachtet. Nicht traditionelle Formen der Rückversicherung, etwa Anleihen mit verbrieften Katastrophenrisiken, verzeichneten eine anhaltend hohe Nachfrage. Der Risikoappetit der Investorinnen und Investoren blieb hoch, was zu einer erneuten Zunahme des Volumens an Neuemissionen führte.

Für 2025 wird der Aufwand für versicherte Schäden aus Naturkatastrophen auf weltweit rund 107 Milliarden US-Dollar geschätzt, wobei die Schweizer Rückversicherer einen Anteil davon mittragen. 2025 lag leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Der grösste Schaden stammte von den Busch- und Waldbränden in Los Angeles im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar. Der weltweite ökonomische Schaden für 2025 aus Naturkatastrophen wird mit rund 220 Milliarden US-Dollar beziffert. Die oft zitierte Deckungslücke (Protection Gap), die die Differenz der versicherten Schäden zum ökonomischen Schaden beschreibt, bleibt also weiter bestehen.

In der Schweiz liegt der geschätzte Schadenaufwand für den Elementarschadenpool der Privatversicherer fürs Jahr 2025 bei rund 350 Millionen Franken. In diesem Betrag ist das Schadenereignis «Blatten» (der Felssturz vom 28. Mai 2025) enthalten.

In den USA nahm die Zahl der Gerichtsverfahren mit immer höheren Entschädigungssummen im Haftpflichtbereich 2025 erneut zu. Dies trug zu einem weiteren Anstieg der Schadenssummen bei, mit entsprechenden Anpassungen der Rückstellungen bei den Schweizer Rückversicherern. 

Marktentwicklung bei den Krankenzusatzversicherern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Prämienentwicklung in der Krankenzusatzversicherung über das letzte Jahrzehnt für die Zusatzversicherung ambulant, für Zahnversicherungen sowie für den Spitalzusatz halbprivat und privat. Dargestellt sind die mittleren Prämien pro versicherte Person (mittlere Kopfprämien) auf dem Markt. Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass neben der Preisentwicklung beispielsweise auch Änderungen in der Bestandsstruktur und den Verträgen einen Einfluss haben. Die Zusatzversicherung ambulant wurde tendenziell teurer, während die Spitalzusatzversicherungen eine gegenläufige Entwicklung zeigen. 

Zahlreiche Anfragen für Neubewilligungen im Versicherungsbereich

2025 gingen bei der FINMA zahlreiche Anfragen für Neubewilligungen im Versicherungsbereich ein. Die Anträge für die entsprechende Lizenzierung umfassten das gesamte Spektrum des Versicherungsmarktes.

Da der grösste Teil dieser Gesuche erst im zweiten Halbjahr 2025 einging, konnten im Berichtsjahr einzig einem Lebensversicherer sowie einer aus dem Ausland in die Schweiz verlegten Captive die entsprechende Lizenz erteilt werden.

Bei den insgesamt fünf Marktaustritten 2025 waren vier Schadenversicherer zu verzeichnen, wobei drei davon Zweigniederlassungen von ausländischen Versicherungsunternehmen waren.