Proportionalität

Die FINMA gestaltet ihre Aufsicht proportional, risikobasiert und technologieneutral. Grössere und risikoreiche Institute unterliegen intensiveren und häufigeren Kontrollen, kleinere und gut geführte Beaufsichtigte profitieren von Entlastungen. Kleinen und soliden Instituten bietet die FINMA mit dem Kleinbanken- und dem Kleinversichererregime Entlastungen wie weniger direkte Kontrollen und regulatorische Erleichterungen an.

Wie die FINMA risikobasiert beaufsichtigt

Auch 2025 beaufsichtigte die FINMA diejenigen Finanzanbieter am intensivsten, deren Grösse und Komplexität das grösste Risikopotenzial für den Finanzplatz und dessen Kundinnen und Kunden barg. Bei grossen und risikoreichen Banken und Versicherungen nahm sie verstärkt Kontrollen mit direkten Kontakten zum Verwaltungsrat, zur Geschäftsleitung und weiteren wichtigen Organisationseinheiten vor.

Bei den grossen Beaufsichtigten kontrollierte die FINMA die Anforderungen in Bezug auf Kapital, Liquidität, Risikokontrolle, Compliance und Vorhandensein unabhängiger Kontrollinstanzen zumeist in Vor-Ort-Kontrollen. Ebenso prüfte sie die weitergehenden Erwartungen an die Sicherstellung der operationellen Resilienz sowie die klimabezogenen Finanzrisiken und deren Einfluss auf Geschäftsstrategie, Geschäftsmodell und Finanzplanung.

Die Aufsicht über kleinere Institute mit geringerem Risiko erfolgte hingegen überwiegend datenbasiert, mit einer weniger umfangreichen Berichterstattungspflicht und absolut wie auch proportional weniger Vor-Ort-Kontrollen.

Kleine, besonders gut geführte und stabile Institute – beispielsweise die 56 Institute, die am Kleinbankenregime teilnehmen – profitierten auch im Berichtsjahr von regulatorischen Entlastungen und im Vergleich zu grossen Instituten weniger direkten Kontrollen.